Ich kann dem Autor dieses Artikels nur beipflichten. Patienten brauchen mehr Infos, was mit ihnen während der Behandlung geschieht. Selbstverständlich machen Menschen Fehler. Ärzte sind in dem Fall keine Ausnahme. Doch, wie der Artikel es so schön formuliert, haben die Fehler, die die Ärzte begehen, gravierende Auswirkungen auf das Wohl der Patienten. Im schlimmsten Fall droht den Betroffenen ein lebenslanges Martyrium oder sogar der Tod. Mich erschreckt es, dass Patienten, deren Leid durch einen Ärztefehler verursacht wurde, so gut wie keine Chance auf Gerechtigkeit haben. Sie müssen erst einmal nachweisen, dass der Arzt diesen Fehler begangen hat. Allerdings kommt, laut des Artikels, nur eine von fünf Beschwerden durch. Dem Rest wird kein Gehör geschenkt. Es muss in der Tat ein Gesetz in Kraft treten, der Ärzten zur Dokumentation ihrer Tätigkeiten verpflichtet und den Patienten das Recht gibt, mehr Infos einholen zu dürfen. Mir machen Meldungen von Kunstfehlern eine Heidenangst. Wenn ich höre, dass jemand wegen der Unaufmerksamkeit des Arztes Jahre lang unter Schmerzen leiden muss oder während einer Routinemaßnahme zu Tode kommt, frage ich mich, ob ich den Ärzten überhaupt noch trauen kann.
